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Hennigsdorfer Weg

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In den kommenden Jahren rückt das Wohngebiet Albert-Schweitzer-Straße in den Fokus. Auf ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause haben die Stadtverordneten einem um­fassenden Entwicklungskonzept für das Quartier zugestimmt.

Weniger Brache, mehr Wohnraum. Entwurf für den geplanten Wohnungsneubau im Quartier Albert-Schweitzer-Straße.

Etwa ein Jahr haben Experten das Wohngebiet akribisch unter die Lupe genommen. Sie haben soziodemografische, bauliche, städtebauliche und freiräumliche Potenziale und Defizite aufgespürt, An­wohner befragt und deren Meinungen, Ideen und Wünsche gesammelt und systematisiert. Aus der Fülle der Informationen ist ein so genanntes integriertes Entwicklungskonzept (IEK) entstanden, welches eine Reihe von Projekten zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität und des sozialen Miteinanders in dem Quartier auflistet.

 

Die Gesamtkosten für alle Projekte  summieren sich – verteilt auf acht Jahre – auf rund 31 Millionen Euro. Der größte Teil davon – etwa 27 Millionen Euro – soll in mehrere Wohnungsbauvorhaben der HWB und eines privaten Investors fließen. Für einige kleinere Projekte im Gesamtumfang von 3,57 Millionen Euro hofft die Stadt auf Fördermittel des Landes aus dem Topf „Soziale Stadt“. Die formalen Voraussetzungen für die Förderung sind mit dem verabschiedeten Entwicklungskonzept erfüllt.

Neben dem geplanten Wohnungsbau kommt der umfassenden Neugestaltung des Innenhofes Albert-Schweitzer-Straße 2 bis 5 eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des Quartiers zu. Der bisher vor allem als Parkplatz genutzte Hof soll weitgehend entsiegelt und in eine autofreie Spiel- und Freizeitfläche umgebaut werden. Außerdem sollen die Stellplätze für die Müllcontainer neu organisiert und ein abgetrennter Bereich für Sperrmüll geschaffen werden. Von dieser baulichen Maßnahme in Verbindung mit einer Informationskampagne zur Sensibilisierung der Anwohner für die Belange von Mülltrennung und Müllreduzierung versprechen sich die Autoren des Konzeptes ein Ende der sich regelmäßig auf dem Hof türmenden und von vielen Anwohnern beklagten Sperrmüllberge.

Als Ersatz für die im Hof wegfallenden Pkw-Stellplätze soll auf dem östlich der Wohnblöcke gelegenen Parkplatz eine zweigeschossige Park­palette mit 92 Stellplätzen errichtet werden.

Parallel zu dem Entwicklungskonzept hat das Berliner Architekturbüro Pötting im Auftrag der Stadt für den Bereich Berliner-, Albert-Schweitzer-, Fabrik- und August-Conrad-Straße eine detaillierte Bebauungsstudie entwickelt. Das Thema kostengünstiger Wohnungsbau stand dabei im Fokus.

Die Architekten schlagen vor, entlang der Blockränder neue Wohngebäude zu errichten sowie die großen Frei- und Grünflächen des Quartiers zu gestalten und so für eine Nutzung durch die Anwohner zu erschließen. In drei Gebäuden können insgesamt rund 100 1- bis 5-Raum-Wohnungen für Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen entstehen. Die sich aus den Baukosten ergebenden Einstiegsmieten bewegen sich zwischen 5,50 und 9 Euro pro Quadratmeter. Neben den Wohnungen sind zwei Gewerbeeinheiten sowie eine Tagespflegeeinrichtung in den neuen Gebäuden angedacht.

Weniger Asphalt, mehr Freiraum. Entwurf für die geplante Umgestaltung des Innenhofes Albert-Schweitzer-Straße.

 

Projekte zur Entwicklung des Quartiers Albert-Schweitzer-Straße

 

§  Einsetzung eines Quartiersmanagements, dass alle Projekte koordiniert, die beteiligten Akteure vernetzt und Bewohner mobilisiert

 

§  Einrichtung eines Aktionsfonds zur finanziellen Unterstützung von Initiativen von Bewohnern, Gewerbetreibenden oder Vereinen im und für das Quartier

§  Gewinnung, Qualifizierung und Beschäftigung von zwei Bewohnern als Concierge und Sozialmanager

§  Stärkung der Bewohnerschaft durch Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote sowie durch Beratungsangebote zur Existenzgründung

§  Schaffung von Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsangeboten für Frauen mit Migrationshintergrund

§  Renovierung und Erweiterung des Nachbarschaftstreffs

§  Erweiterung der sozialen Angebote im PuR-Gebäude in der Fabrikstraße 10

§  Nutzung der umliegenden Schulsportplätze außerhalb der Schul- und Trainingszeiten für niedrigschwellige Angebote von Vereinen und sozialen Trägern für die Bewohner des Quartiers

§  Wohnungsneubau an der Fabrik-, August-Conrad- und Berliner Straße

§  Fassadenanstrich und -begrünung der Gebäude Albert-Schweitzer-Straße 2 bis 5

§  Schaffung barrierearmer Wohnungen für kleinere Wohngruppen oder Wohngemeinschaften durch die Zusammenlegung von Bestandswohnungen

§  Umgestaltung des Innenhofes Albert-Schweitzer-Straße 2 bis 5 in eine autofreie Spiel- und Grünfläche und Ver­lagerung der Pkw-Stellplätze in eine Parkpalette

§  Umbau des Müllcontainerplatzes und Einrichtung eines Sperrmüll-Sammelplatzes, Wiedereinführung der Müllschleuse bei gleichzeitiger Sensibilisierung der Anwohner für die Belange von Mülltrennung und -vermeidung

§  Aufwertung der hofseitigen Grün- und Spielflächen der Albert-Schweitzer-Straße 2 bis 5

§  Schaffung eines Grillplatzes im Wohnumfeld der Albert-Schweitzer-Straße

§  Schaffung von Gemeinschaftsgärten

§  Einbindung der Quartiersbewohner in die Neugestaltung des Wohnumfeldes

 

§  Ausbau der bestehenden Beleuchtungsanlagen in der Albert-Schweitzer-Straße 2 bis 5 sowie der Hofbereiche der Seilerstraße 

 

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