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Auf dem „Hennigsdorfer Weg“ zu mehr bezahlbarem Wohnraum

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In Kooperation mit der Brandenburger Förderbank, dem Land und der Stadt gelingt es der HWB, ihren Bestand an mietpreisgebundenen Wohnungen langfristig zu erhalten und auszubauen.

Bezahlbaren Wohnraum besiegelt. Infrastrukturstaatssekretärin Ines Jesse, Bürgermeister Andreas Schulz (hinten rechts), Stefan Otte, Bereichsleiter des Förderbereiches Wohnungsbau der ILB (vorne links) und HWB-Geschäftsführer Holger Schaffranke bringen am 6. Juli 2017 den „Hennigsdorfer Weg“ in die Spur und sichern damit langfristig einen großen HWB-Bestand an mietpreisgebundenen Wohnungen.

Damit auch in Zukunft Haushalte mit geringem und mittlerem Einkommen in Hennigsdorf eine Wohnung finden können, haben die HWB, die Landesinvestitionsbank (ILB), das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) und die Stadt gemeinsam den sogenannten „Hennigsdorfer Weg“ entwickelt. Mit diesem Konzept werden große Teile des mietpreis- und belegungsgebundenen HWB-Wohnungsbestandes langfristig – über den bisherigen Förder- und Bindungszeitraum hinaus – gesichert sowie der Bau von 100 neuen Wohnungen mit sozialverträglichen Mieten auf den Weg gebracht.

 

„In den nächsten zwei, drei Jahren laufen die Förderverträge und damit auch die Mietpreisbindung für 668 unserer Wohnungen aus“, umreißt HWB-Geschäftsführer Holger Schaffranke die Ausgangssituation. Deshalb hat die HWB sich in einem Rahmenvertrag mit der ILB freiwillig verpflichtet, die Belegungs- und Mietpreisbindung für 517 Wohnungen für weitere 20 Jahre – bis zum 31. Dezember 2036 – zu verlängern. Im Gegenzug senkt das MIL die Zinssätze in laufenden Darlehens- und Förderverträgen der HWB und stellt Fördermittel für den Bau 100 neuer Wohnungen mit sozial verträglichen Mieten bereit.

Neben der Verlängerung beinhaltet der „Hennigsdorfer Weg“ auch eine Flexibilisierung der Belegungs- und Mietpreisbindung. Die Bindung ist nicht mehr dauerhaft an eine be­stimmte Wohnung gekoppelt, sondern kann innerhalb des HWB-Bestandes auf jede in der Ausstattung vergleichbare Wohnung übertragen werden. „Durch diese Flexibilisierung werden wir die Nachfrage von Haushalten mit Wohnberechtigungsschein besser und einfacher bedienen können“, ist Holger Schaffranke überzeugt.

Die Mietobergrenze für diese 517 Wohnungen richtet sich nach dem Jahr, in dem die Verlängerung wirksam wird. Bei Neuvermietung in den Jahren 2017 bis 2019 beträgt die Nettokaltmiete maximal 5,17 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und liegt damit auf dem Niveau der für ALG-II-Empfänger als angemessen definierten Grundmiete. Bis zum Ablauf der Vereinbarung im Jahr 2036 steigt die Kaltmiete auf maximal 6,67 Euro pro Quadratmeter. Von der Deckelung ausgenommen ist eine Mieterhöhung wegen Modernisierung.

Die durch die Zinssenkung frei werdenden Mittel kann die HWB als Eigenkapital für den Bau zusätzlicher Sozialwohnungen im Albert-Schweitzer-Quartier einsetzen. Die Planungen dafür sind bereits angelaufen (siehe Seite 4/5). Ab 2019 wird die HWB im Bereich zwischen Berliner Straße und Fabrikstraße in mehreren Bauabschnitten drei Wohnhäuser mit insgesamt 100 neuen Wohnungen errichten – 75 davon mit Mietpreis- und Belegungsbindung. Die ILB wird das Bauvorhaben mit rund 11 Millionen Euro aus ihrem aktuellen Förderprogramm für den sozialen Mietwohnungsneubau unterstützen.

Und auch die Stadt wird einen wesentlichen Beitrag für den Neubau der in Hennigsdorf dringend benötigten Sozialwohnungen leisten: Bereits An­fang Juli haben die Stadtverordneten der unentgeltlichen Übertragung der für das Bauvorhaben erforderlichen städtischen Grundstücke an die HWB grünes Licht gegeben.

„Alle beteiligten Seiten haben an einem Strang gezogen und einen substanziellen Beitrag geleistet, um bezahlbaren Wohnraum in Hennigsdorf langfristig zu sichern“, betonte Bürgermeister Andreas Schulz. „Damit wird unsere kommunale Wohnungsbaugesellschaft auch in Zukunft ihren Auftrag, breite Schichten der Bevölkerung mit Wohnungen zu versorgen, erfüllen können.“

 

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